Die Zahl unserer Haustiere schwankt jahreszeitlich. Die Gänse und Enten die im Frühjahr schlüpfen und den Sommer über bei uns im Garten grasen und den Freilauf geniesen haben ein schönes Leben. Leider nur bis zu "Martini" oder bis kurz vor Weihnachten dann müssen sie uns notgedrungen wieder verlassen. Das war nicht immer so, einen Ganter hatte ich über 7 Jahre und er würde heute noch leben wenn ihn nicht ein Fuchs erwischt hätte.
Das mit dem Fuchs ist ein Problem, ich verstehe ja dass er Hunger hat und seine Jungen versorgen muss. Aber mir kommt vor als würde er nur bei mir nach Futter suchen. Ich halte meine Tiere so weit es geht im Freilauf und da kommt der Fuchs immer wieder mal über den Zaun und holt sich seinen Anteil, so ist die Natur eben, oder?? Der Zaun ist mittlerweile 1,80 m hoch und mit Elektrolitzen versehen, das stört einen guten Fuchs nicht, er gräbt sich halt unter dem Zaun durch oder springt über das Dach des Holzschuppen in die Freianlagen. Aber was soll´s er will eben auch nur "gut" leben.
Zur Zeit haben wir zwei Katzen, 12 Hühner, 11 Meerschweinchen, zwei Kolkraben, drei Zwergziegen und (keinen) Uhu mehr. Die beiden letzteren brauchen viel abwechslungsreiche Nahrung und so kommt es, dass ab und zu mal ein Meerschweinchen oder ein krankes Kaninchen dem Uhu als Futter dient. Der Rabe holt sich seine Nahrung aus der Natur, er ist Allesfresser und vertilgt auch den größten "Mist" im wahrsten Sinne des Wortes. Aber er mag auch gerne frisch gefangene Mäuse, überfahrene Eichhörnchen, Eintagskücken und alles was so als Abfall anfällt.
Eier kann man bei uns für 25 Cent kaufen
Auf meiner "Farm", die ich seit 1978 auf einem gepachteten Grundstück betreibe, habe ich schon alle möglichen Tiere aufgezogen, gesund gepflegt oder sonst in Pflege gehabt. Einen Nandu habe ich handaufgezogen, der ist mir auch bei meinen Spaziergängen nachgelaufen wie anderen Leuten die Hunde. Das ist eine eigene Geschichte über "Pele" so tauften wir unseren Nandu, der als 3 Wochen altes Kücken bei uns zuerst in der Wohnung lebte und dann in einem großen Stall mit Freilauf gehalten wurde. Er war ausgewachsen 1,50 m hoch. Leider hat ihn ein trauriges Schicksal ereilt, ein Hund hat ihn aus seinem angestammten Revier bis über die Loisach vertrieben, dort hat er sich einen offenen Flügelbruch zugezogen und ich konnte ihn beim Tierarzt nur noch einschläfern lassen. Es war eine der schrecklichen Begebenheiten die man mit seinen Tieren so erleben muss.
Ein paar Jahre lang hatten wir "kleine" niedliche Hängebauchschweine. Als ich diese in Niederbayern holte waren sie echt niedlich. Aber sie entwickelten sich zu großen, über 100 kg schweren Säuen, von denen man nicht mehr sagen konnte, dass sie niedlich seien. Die zwei hatten aber ein schönes Leben, ohne Einzäunung hatten sie den ganzen angrenzenden Wald für sich. Dort konnten sie wühlen und suhlen den ganzen lieben Tag. Auch im Winter waren sie immer im Freien, eine offener Stall mit Stroh und Heu stand natürlich zur Verfügung.
Truthühner, Fasane, Wachteln, Perlhühner, verschiedenste Hühnerrassen und auch mal ein paar Rabenkrähen haben bei uns gelebt. Von kleinen weißen Mäusen, den Ratten die unsere Kinder unbedingt haben wollten, Degus und andere kleinere Nagetiere, es hat alles schon bei uns gelebt und sich hoffentlich wohlgefühlt.
Von dem deutschen Philosophen Arthur Schoppenhauer ist unter anderem folgender Ausspruch, der auch auf mich zutreffen könnte:
"Seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere"
Weitere Berichte werden sicherlich folgen, Fotos unsere Tiere und von Griesen und Umgebung findet ihr in der Bildergalerie.
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